Donnerstag, 16. September 2010
Phase
Es gibt verschiedene Phasen.
Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben mehrere.
Ob Rebellion, la Familia, Chicka, ich bin ein echter Gangster, das Arbeitstier...
..und was es da nicht alles gibt.

Einige bleiben durchaus mal in einer dieser Phasen stecken.
So wie ich.

Drogen sind cool, immernoch.
Auch mit 26 Jahren gönn´ ich mir gerne mal einen Joint, so zwei, drei mal am Tag.
Extasy geht dafür bei mir garnicht.. also in der Woche, die schmeiß ich mir nur am Wochenende.
Kiffen ist entspannung, Bewusstseinserweiterung, allgemein Drogen.
Wie gesagt, Drogen sind cool.
Meiner Meinung nach sollte man den ganzen Scheiß legalisieren.

Die ganzen Anzugmenschen, Arbeitstiere und sonstige Spießer sollten sich auch mal einen genehmigen, so um runter zu kommen.
Besonders diese gehen mir tierisch auf die Eier.
Die mit ihrem überzogenen gehabe.
"Ieeeh, ein Verkäufer, einer, der keine 20.000 im Monat verdient". Heititei.
20.000 ist natürlich nur ein kleines Taschengeld.
Dieser Konkurrenzkampf zwischen ihnen und ihren Artgenossen:
Höher, schneller. weiter, alles besser halt.

Standartisierter Konkurrenzkampf.

Geld formt den Charackter.
Ich lasse mich nicht formen, ich lasse mich leiten.
Wenn ich wieder einmal in einem meiner Räusche im Zimmer liege.
Knallrote Wände, Lichterkette, Kerzen und ein Bett.
Das winzige Fenster ist von einem dunklen, scweren Decke verhängt,
auf der Fensterbank steht die Bong.
Heißgeliebte Juliana,
doch Joints sind besser.

Ja, ich wohne noch zu hause, bin noch nie ausgezogen.

Meinen Vater, Knast, kenne ich nicht, er ist abgehauen, als ich 4 Jahre alt war.
Meine Mutter ist tot, glaube ich, zumindest denke ich, dass man das,
was sie tut nicht Leben nennen kann.
Vollgepumpt von Medikamenten, Alkohol und sonstigen Substanzen vegetiert sie
auf ihrem Sofa vor sich hin.

Ich komme nach hause, setze mich auf die Lehne zu ihren Füßen.
"Hi Mom!"
Sabber läuft aus ihrem Mund und tropft auf den Boden,
sie gibt ein Grunzen, oder Stöhnen oder was weiß ich, irgendein Geräusch von sich.
Cool, sie lebt wirklich noch.

"Schön, das du heute gekocht hast, mein Lieblingsessen, in der Uni wars gut,
habe eine 2+ in Psychologie bekommen."
Sie hat natürlich nicht gekocht, hat sie schon seid meinem 11. Lebensjahr nicht mehr.

Als sie sich versucht umzudrehen und dabei fast vom Sofa fällt,
stehe ich auf und gehe in mein Zimmer.
Diesen Anblick erspare ich mir lieber.
Sie hat für sich selbst zu sorgen, wie ich es ja auch muss.
Sie muss lernen, mit den Konsequenzen klar zu kommen.

Ich ziehe ein Tütchen aus der Tasche, dreh mir ´nen Blunt.
Normale Mischen bringen bei mir schon längst nichts mehr,
dazu paffe ich schon zu lange und zu regelmäßig.

Nachdem ich aufgeraucht habe, lehne ich mich in meinem Bett zurück.
Meine Arme hinter dem Kopf verschränkt,
starre ich an die Decke und lasse meine Gedanken schweifen...

...bis sie irgendwann an meiner Mutter kleben bleiben.
Verdammt, die Schlampe versaut mir mit ihrer Lebensweise den ganzen Flow.
Werde ich auch so enden?

Nein, ich denke nicht,
ich gebe mir lieber rechtzeitig die Kugel.

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